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Dynamisation und Potenzierung, Unterschied

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  • Hans Weitbrecht
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    Liebe Mitglieder

    Interesante Bemerkungen hier, auf welche ich schon verschiedentlich hinwiess.

    Es sei bemerkt, dass Hahnemann am Ende seines Lebens die Trituration als dynamisierung ansah, und die Verschuettelung als Potenzierung.
    Seine eigene Erfahrung lehrte Ihn naemlich, dass sich durch trituration eine wesentlich dynamischere kraftentwicklung der Arzneimittel erzielen liess, als die durch Potenzierung entstandenen Mittel. Daher riet Er ja dann im Org.: 6 die Mittel durchgaengig durch Trituration bis zur Stufe 1 (=Q 1) zu entwickeln, und von da an dann mittels Mediumwechsel und Potenzierung die hoeheren Potenzierungsstufen (Q2, Q3 usw.) fuer den fortgesetzten Gebrauch jedes Mittels zu entwickeln.

    Erste hinweisse auf diesen Verhalt giebt Hahnemann in dem Vorwort zur Thuja.

    Allerdings ist diese Information im englisch sprachigen Raum wenig bekannt, da der amerikanischen homeopathie des 19ten Jahrhundert nicht das Organon letzter Auflage zur Verfuegung stand.

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  • Rafael Chiron
    started a topic Dynamisation und Potenzierung, Unterschied

    Dynamisation und Potenzierung, Unterschied

    Offenbar ist es bisher nur sehr wenigen Autoren aufgefallen, dass die Begriffe "Dynamisation" und "Potenzierung" nicht identisch sind. Hahnemann spricht von seinen "neuen Dynamisationen", wenn er von den LM bzw. Q- Potenzen spricht. Dies bezieht sich auf die neuartige Weise des Verdünnens, bei der zwischen den einzelnen Potenzstufen, jeweils ein Globulus benetzt wird. Potenzierung hingegen bezieht sich auf das Verschütteln. Ich weiß, dass auch Hahnemann selbst diese Trennung nicht immer konsequent durchgehalten hat (vgl. Organon 6. Auflage), aber es macht Sinn, wenn es darum geht, die unterschiedliche Wirkung von LM/ Q- Potenzen und C- Potenzen zu verstehen.
    Dieses Verständnis geht auch aus der Geschichte der Entwicklung der LM/ Q- Potenzen hervor: Bevor Hahnemann seine "neuen Dynamisationen" entwickelte, experimentierte er mit der Anzahl der Schüttelschläge, die er reduzieren wollte, um eine "sanftere" Arznei herzustellen. (Siehe "Chronische Krankheiten"!), da es Patienten gab, die auf die herkömmliche C- Potenz zu heftig reagierten. Mit anderen Worten: Erst in der LM/ Q- Potenz erkannte er ein zufriedenstellendes Verhältnis zwischen Dynamistation (=Verdünnung) und Potenzierung (=Anzahl der Schüttelschläge). Durch die starke Dynamisation bei den LM/ Q- Potenzen ist jetzt sogar wieder eine Potenzierung mit 100 Schüttelschlägen möglich. Dies wäre bei den C- Potenzen undenkbar, da es diese zu "hart", d.h. zu heftig in der Wirkung machen würde. Was dies für die D- Potenzen bedeutet, kann jeder erfahrene Homöopath in der Praxis beobachten!

    Rafael Chiron
    Last edited by Rafael Chiron; 11th October 2005, 10:57 AM.
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